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Osnabrück und das "Osnabrücker Land"

Osnabrück, drittgrößte Stadt Niedersachsens, liegt als einzige deutsche Großstadt inmitten eines Naturparks, dem UNESCO Geopark TERRA.vita. Ausläufer des Parks reichen bis in die Stadt hinein, so dass es größtenteils möglich ist, naturnah zu wohnen.
Die Lage der Stadt zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge und ihre Nähe zu zahlreichen umliegenden Heilbädern machen ihren großen Freizeitwert aus.

Im Norden der Innenstadt erstreckt sich die Altstadt Osnabrücks mit dem romanischen Dom St. Peter, vielen Gebäuden aus der Zeit des Klassizismus und des Rokoko, zahlreichen Fachwerkhäusern im Heger-Tor-Viertel und dem historischen Marktplatz, der geradezu mittelalterliches Flair ausstrahlt.

Direkt am Marktplatz liegt auch das spätgotische Rathaus, das nach 25 Jahren Bauzeit 1512 fertig gestellt wurde. Dieses war, neben dem Rathaus in Münster, Verhandlungsort des Westfälischen Friedens, der 1648 den 30 jährigen Krieg beendete.

Nicht nur deshalb wird Osnabrück auch die „Friedensstadt“ genannt. Bis heute engagiert man sich friedenspolitisch, zum Beispiel durch die Verleihung des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises. Außerdem ist Osnabrück seit 2001 Sitz der 2000 gegründeten Deutschen Stiftung Friedensforschung.

Der Teutoburger Wald, der sich südlich von Osnabrück erstreckt, lockt mit hunderten von Kilometern Wanderwegen durch wunderschöne Naturlandschaften und vorbei zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Die Externsteine bei Horn-Bad Meinberg beispielsweise: ursprünglich heidnisches Heiligtum, sind die bis zu 37m hohen Sandsteinfelsen heute zur christlichen Wallfahrtsstätte geworden – einer der Felsen geschmückt mit dem größten Steinrelief seiner Art in Norddeutschland, das die Szene der Kreuzabnahme Christi darstellt. Auch das Hermannsdenkmal bei Detmold, das in Erinnerung an die Schlacht im Teutoburger Wald im Jahre 9 n. Chr. errichtet wurde, ist ein beliebtes Ausflugsziel. Das Wiehengebirge nördlich von Osnabrück bietet idyllische und ursprüngliche Natur, die jedem Wanderer das Herz aufgehen lässt. Es bietet vor allem auch dem evolutionsbiologisch interessierten Besucher wahre Schätze: sei es das „Naturdenkmal Saurierfährten“, wo in einem Steinbruch bei Bad Essen etwa 150 Mio. Jahre alte Saurierfährten gezeigt werden oder am Ufer des Dümmer, dem zweitgrößten Binnensee Niedersachsens, wo man Überreste jungsteinzeitlicher Siedlungen fand und sogar ein ganzes Dorf – das Moordorf Hüde1 - freilegen konnte.

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